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Einteilung und Benennung der Meteorite
Meteorite werden in
undifferenzierte und differenzierte Meteorite unterteilt. Alle
undifferenzierten Meteorite enthalten die älteste und erste Materie, die in
unserem Sonnensystem entstand. Diese Meteorite werden auch
Chondrite
genannt. Chondrite sind bei weitem die häufigsten gefundenen Meteorite. Die
differenzierten Meteorite stammen von Asteroiden, die wie die Erde in einen
Kern und Mantel differenzierten. Zu ihnen gehören deshalb sowohl
Stein- als
auch
Eisen-Meteorite.
Die Stein-Meteorite stammen aus dem Mantel und die Eisen-Meteorite aus dem
Kern der Asteroiden. Außerdem gehören die Stein-Eisen-Meteorite zu den
differenzierten; diese stammen aus dem Übergangsbereiche zwischen Kern und
Mantel. Die Eisen-Meteorite bestehen überwiegend aus einer
Eisen-Nickel-Legierung.
Die Stein-Meteorite von differenzierten Asteroiden werden auch Achondrite
genannt.
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Gaspra
ist ein Asteroid des Asteroiden-Hauptgürtels, der am 30. Juli 1916
von dem ukrainischen Astronomen G. N. Neuimin als 951. Asteroid
entdeckt wurde. Es zeigte sich, dass Gaspra ein unregelmäßig
geformter Asteroid mit Abmessungen von 19 × 12 × 11 Kilometern ist.
Die Oberfläche ist von zahlreichen Einschlagskratern übersät. |

Dactyl
ist ein kleiner Asteroid mit einem Durchmesser von 1,4 Kilometern,
der den Asteroiden 243 Ida als Mond umkreist.
Er ist als kleiner
weißer Punkt 16mm rechts neben Ida zu erkennen |
Ida
ist ein Asteroid des Asteroidenhauptgürtels, der am 29. September
1884 von Johann Palisa am Observatorium von Wien als 243. Asteroid
entdeckt wurde. Sie ist ein unregelmäßig geformter Körper mit
Abmessungen von 56×24×21 Kilometern und besitzt eine helle
silikatreiche Oberfläche mit einer Albedo von 0,238. In rund 4
Stunden und 38 Minuten rotiert sie um die eigene Achse.
Am 28. August 1993
passierte die Raumsonde Galileo den Asteroiden in einem Abstand von
10.500 km und sandte CCD-Aufnahmen zur Erde. Die Aufnahmen zeigen
einen sehr unregelmäßig geformten Himmelskörper, der von
Einschlagskratern überzogen ist. Große Teile des Asteroiden sind von
einer Staubschicht, dem Regolith, bedeckt.
Es zeigte sich
weiterhin, dass Ida von einem kleinen natürlichen Satelliten
umkreist wird. Dieser nur 1,4 km große Asteroid erhielt den Namen
Dactyl und war der erste beobachtete Asteroidenmond. |
Je
nachdem, ob der Fall eines Meteoriten beobachtet wurde oder ob der Meteorit
bereits früher unbeobachtet gefallen ist und nur gefunden wurde, wird ein
Meteorit als "Fall" oder "Fund" eingeteilt. Neben der chemischen und
petrologischen Klassifizierung werden Meteoritenfunde auch nach dem Grad der
Verwitterung seit ihrem Auftreffen auf der Erdoberfläche in die
Verwitterungsklassen A, B oder C eingeteilt. Ein alternatives
Klassifizierungssystem teilt die Verwitterungsklassen in W0 - W6 ein.
Schwach verwitterte Meteorite haben den Verwitterungsgrad A (bzw. W0),
während die am stärksten verwitterten Meteorite in den Verwitterunggrad C
(bzw. W6) eingeteilt werden. Meteorite können auch eine Metamorphose durch
ein Schockereignis, z. B. während des Losschlagens vom Mutterkörper,
erlitten haben. Dies wird durch Einteilen in die Schockklassen S1 - S6
beschrieben, wobei in S1 nicht oder nur sehr schwach geschockte Meteorite
und in S6 die am schwersten geschockten Meteorite stehen.
Im Einzelfall kann die
Entscheidung, ob ein gefundenes Gesteinsstück tatsächlich ein Meteorit ist,
nur vom Fachmann beurteilt werden. Im Falle von metallischen Meteoriten
bedient er sich dazu beispielsweise der Widmanstättenschen Figuren. Sie
entstehen, wenn man einen Eisenmeteoriten auftrennt, die Schnittflächen
poliert und dann mit einer
Säure, zum
Beispiel verdünnter
Salpetersäure,
anätzt. Es erscheinen dann die charakteristischen Kristallstrukturen des
Metalls, eben die
Widmanstätten-Figuren,
die nur in Meteoriten auftreten. Es gibt allerdings auch Eisenmeteoriten,
die keine Widmanstätten-Figuren zeigen; ihr Nichtvorhandensein schließt
einen Meteoriten also nicht aus. Ein weitere Möglichkeit, ein gefundenes
Eisenstück als Meteorit zu identifizieren, ist ein
Nickeltest,
da alle Eisenmeteorite mindestens 4 %
Nickel
enthalten. Ein Indiz für einen Steinmeteoriten kann das Vorhandensein einer
schwarzen Schmelzkruste sowie kleiner Kügelchen (Chondren) sein. Mit einem
Magneten kann man ein gefundenes Steinstück auch auf Magnetismus testen, da
Chondrite wegen den in ihnen vorhandenen kleinen metallischen Eisenteilchen
magnetisch sind.
Die genauen Regeln der Namensgebung wurden von der
Meteoritical Society,
einer internationalen Fachgesellschaft, aufgestellt. Demnach werden
Meteorite nach ihrem Fundort (Ort, Fluss etc.) benannt. Bei Orten, an denen
sehr viele Meteorite gefunden werden, wie z. B. einigen Gebieten in der
Sahara,
wird eine laufende Nummer angehängt (beispielsweise DaG 262 von
Dar
al
Gani).
Bei Meteoriten, die in der
Antarktis
gefunden werden, werden an den Namen die Jahreszahl und eine laufende Nummer
angehängt. Beispielsweise bezeichnet ALH 76008 den achten Meteoriten, der im
Jahre
1976 im
Alan Hills Gebiet in der Antarktis aufgesammelt wurde. Der
Marsmeteorit
ALH 84001,
bekannt geworden durch die angeblichen Spuren fossiler Bakterien, war
demnach der erste im Jahre
1984
aufgelesene Meteorit in diesem Gebiet.
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